In meinem kleinen Freudenhaus, 
da geht die Freude ein und aus.

Es war einmal ein Denunziant, 
der hat durch Lüg’ die Freud’ verbannt.
Kein Lachen und auch kein Humor,
der durfte fleuchen an sein Ohr.

Der Denunziant, der war verhasst,
und falls erkannt, ganz schnell geschasst.
Doch war er bös’ und Zornes blind,
war unbeliebt seit er war Kind.

Er log, das sich die Balken biegen,
um zu zerstören, was andere lieben.
Sein Wort, das brachte ihm den Ruhm,
doch gegen Wahrheit war er meist’ immun.

Zerstörte ohne Unterlass,
was in ihm bohrte mit viel Hass.
Sein Hass er teilte ohne Pause,
und sperrte Menschen ein Zuhause.

Da dacht’ ich mir, so geht das nicht,
wir brauchen Liebe, Glück und Licht.
Und stieg auf einen Berg empor,
den Mut im Herz’ ich nie verlor.

Zu bauen dort auf diesem Berg,
die Zuflucht vor dem grimmig’ Zwerg.
Das Glück dort ein Zuhause fand,
der Hass im Herz der Menschen schwand.

Ich weiß, Ihr glaubt ein Freudenhaus,
dies sei ein Ort, nur rein und raus.
Doch Freude, meine lieben Menschen,
besteht daraus, sich zu beschenken.

Drum’ seht was Freude wirklich schafft,
es ist viel mehr, es ist die Kraft,
uns Menschen täglich zu verbinden,
um Liebe, Glück und Freud’ zu finden.

Den Schlüssel zu dem feinen Heim,
den findet nur wer Herzen’s rein.
Der lacht und voller Liebe ist,
der gibt und teilen nie vergisst.

Ich sitz’ nun dort vor uns’rem Häuschen,
und gönn’ mir gerne mal ein Päuschen.
Und wenn Ihr gar verzweifelt seid,
kommt hoch zu mir, ist Platz zu zweit.

Photo Credit: Stefan Keller