Es war einmal ‘ne Eule,
die hatte eine Beule.
Der Fuchs die Eule höflich fragt,
woher sie denn die Beule hat?

Die Beule, sagt die Eule,
da war ich wohl in Eile.
Ich flog des Nachts fast wie im Traum,
dort vorn’ mit Schwung voll in den Baum.

Der Baum, der ruft: Moment einmal,
das war nicht ich, das war ein Wal!
Ein Wal? Der Fuchs zum Baume läuft,
und fragt, ob er denn zu viel säuft?

Nur weil die Eule zu schnell fliegt,
und deshalb hier und da was übersieht?
Deshalb bin ich noch lang kein Trinker,
hinfort von hier, du kleiner Stinker.

Der Fuchs zum Baum, ich stinke nicht,
ich wasch’ mir täglich das Gesicht.
Das einz’ge was hier kläglich müffelt,
das steht da vorn, da steht ein Büffel.

Der Büffel guckt und kaut das Gras,
er meint, das Gras wird oft zu Gas.
Dann kann es schonmal kräftig miefen,
doch lasst uns das nicht mehr vertiefen.

Zur Eule meint der Büffel nett,
ich find’ ‘ne Brille wär’ adrett,
denn Deine riesengroßen Augen,
ab 100 Sachen nichts mehr taugen.

Ach und der Wal, das stimmt tatsächlich,
ist abgedreht, schwebt jetzt nordöstlich.
Danach der Büffel freundlich grüßt,
und schnurstracks Richtung Steppe düst.

Die Eule flott zum Tierarzt fliegt,
er ein Gestell zum Fliegen biegt.
Danach die Eul’ die Kurve kriegt,
des Dunkel Blindheit scheint besiegt.

Und die Moral von der Geschicht’,
‘ne Brille bringt das Gleichgewicht,
obsiegt des Tages und der Nacht,
drum’ hol sie Dir – nicht das es kracht!

Photo Credit: Bruno Müller