Es war einmal ein Schwätzer,
ein grausig’ dummer Petzer.
Der prahlte laut mit groß’ Versprechen,
um bald es schon erneut zu brechen.

Der laberte den ganzen Tag,
und dachte sich, dass man ihn mag.
Doch jeder, der den Schwätzer traf,
der war dem Menschen ungemach.

Die Menschen wollten Gutes hören,
nie mehr die Lüg’, sich nicht empören.
Dem Schwätzer war das Einerlei,
sein Wort es brach’ den Mensch’ entzwei.

Die Lüge war sein höchstes Gut,
zu schüren Hass und tiefe Wut.
Er dachte sich nicht viel dabei,
sein Hirn bestand aus Murks und Brei.

Die Lüg’ sich wie ein Schleier neigte,
der Schwätzer bald vor Frohsinn feixte.
Der Mensch nicht mehr dem andr’en traute,
die Vielfalt bald zu Schwarz ergraute.

Zerstört war Seele und die Liebe,
der Schwätzer war des Geistes Diebe.
Er prahlte, denn sein Sieg war sein,
der Mensch ihm ging auf Lüges Leim.

Da schlenderte ein Kind um’s Eck,
mit buntem Kleid und grinste keck.
Das Kind es noch die Wahrheit kennt,
der Schwätzer keucht, am End’ er rennt.

Das Kind vertrieb den dummen Schwätzer,
vorbei die Zeit der fiesen Ketzer.
Denn Kinder kennen Bös’ und Gut’,
sie sind zwar klein, doch voll von Mut.

Drum’ bleib’ im Herz ein liebes Kind,
das Kind, es weiß, wie es gewinnt.
Es liebt nur den, der Wahrheit spricht,
und schenkt ihm dafür Seele Licht.