Das schmutzige Gelächter der Männer auf dem Segler der schwarzen Garde war kaum zu überhören. Lauthals amüsierten sie sich über irgendetwas oder irgendjemanden in hohem Maße. Das laute Gejohle hatte den entscheidenden Vorteil, dass Serenity und Raphael leise an der schmalen Ankerkette empor klettern konnten, ohne bemerkt zu werden. Raphael lugte vorsichtig über den Rand der Bootswand, um sich einen Überblick um das Geschehen an Bord zu verschaffen.

Er konnte mehrere Soldaten erkennen die sich an Deck um einen mächtigen Stahlkäfig mit breiten Gitterstäben versammelt hatten, um in diesem mit ihren Schwertern oder Speeren herum zu stochern und dabei immer wieder aus vollem Hals zu krakeelen. Er konnte noch nicht genau erkennen, wen oder was die Männer feige piesackten.

Im hinteren Teil des Schiffes, dort wo das Steuerrad den Kurs des Schiffes bestimmte, saß ein junger Mann auf einem Fass, der dort in lässiger Pose mit dem Schälen einer Birne beschäftigt war. Er erinnerte Raphael an einen Piraten, wenngleich an einen sehr liebenswerten, denn sein farbenprächtiges Äußeres passte überhaupt nicht zum Erscheinungsbild der restlichen Mannschaft. Ein kunterbuntes Kopftuch und jede Menge Ketten in allen nur erdenklichen Farbnuancen verrieten die eindeutige Herkunft des Freibeuters. In einem solch selbstbewussten Outfit wagten sich nur Männer der Korsaren-Zunft vor die Kajüte. Oftmals standen die schrillen Seeräuber der fern gelegenen Inselstadt ‘PARADISE’ in den Diensten fieser Könige und ihrer Verbündeten. Scheinbar gelangweilt beobachtete er das Treiben der Soldaten, während er kleine Stücke seiner frisch geschälten Frucht an eine Katze verfütterte, die mit argwöhnischem Blick auf dem Obst herumkaute.

„Wie sieht es aus?“, flüsterte Serenity. Raphael sprang leise über die Reling und half der Prinzessin beim Überwinden des Schiffsgeländers. Sie versteckten sich zunächst hinter einem Haufen verwitterter Seile und alter Fässer, die ihnen den nötigen Schutz boten, um nicht sofort entdeckt zu werden.

„Egal, wer oder was in diesem Käfig eingesperrt ist, wir müssen es befreien!“ Serenity‘s Herz pochte wie wild, denn eine solch gefährliche Situation war ihr bis jetzt aufgrund der Fürsorge ihres Vaters erspart geblieben. Jedoch spürte sie den unwiderstehlichen Drang dem Lebewesen zu helfen und es zu retten. Dies lag wohl auch daran, dass die Nadel des Kompasses direkt auf das stählerne Gefängnis deutete.

„Ich zähle fünf Mann, das dürfte zu schaffen sein. Während ich mich um die Schergen des schwarzen Prinzen kümmere und sie in Schach halte, versucht ihr den Käfig zu öffnen. Nehmt das Schwert Eures Vaters, denn die Klinge ist unzerstörbar. Denkt immer daran: wir haben den Vorteil der Überraschung auf unserer Seite!“

Gesagt, getan. Raphael sprang einer Gazelle gleich direkt ins Geschehen, ohne das Serenity noch Gelegenheit hatte, Bedenken oder Überlegungen an den Engelskrieger heranzutragen. „Raphael …?“, wisperte sie kurz ungläubig, als dieser bereits über ihren Sichtschutz gesprungen war. Schnell zog sie das Schwert ihrer Familie und folgte ihrem Beschützer. Der Engelskrieger hatte bereits zwei perplex drein guckende Männer, die von diesem Angriff völlig überrascht waren, zu Boden geworfen.

Raphael zwang die restlichen drei Soldaten zum Rückzug vom Käfig, sodass die Prinzessin freie Bahn hatte. Dabei beobachtete er aus dem Augenwinkel die Reaktion des Piraten, der sich jedoch keinen Millimeter von seinem Platz wegrührte. Die Prinzessin trat ganz nah an die engen Gitterstäbe, um einen Blick in das Innere erhaschen zu können. Ein grüner Schimmer war zu erkennen, gepaart mit tiefem Schnaufen, mehr war nicht auszumachen. Sie holte aus und platzierte gekonnt einen schweren Hieb auf das kolossale Metallschloss. Es hielt stand. Erneut schlug sie darauf ein, jedoch konnte sie das Schloss nicht zerstören.

„Wir benötigen einen Schlüssel!“, rief sie Raphael zu. Dieser hatte soeben einen der Soldaten mit viel Schwung weit über Bord geworfen, wo er mit der Strömung des Flusses abwärts trieb. Ein zweiter folgte, während der dritte Soldat bereits die Flucht ergriffen hatte. Fehlten noch die zwei anderen, die sich inzwischen aufgerappelt dem Kampf stellten. Nach vier Hieben seines gigantischen Schwertes hatten auch diese Männer keine weitere Gelegenheit den Kampf für sich zu entscheiden. Er durchsuchte die Kleidung der Soldaten, fand jedoch keinen passenden Schlossöffner. Daraufhin wand er sich dem Piraten am Steuerrad zu, der inzwischen die Birne vertilgt hatte. Die Spitze seiner Klinge deutete bedrohlich nah auf das Herz des Freibeuters. „Wo ist der Schlüssel für den Käfig?“

Der Pirat blickte zunächst auf die Klinge vor seiner Brust, um dann lässig mit dem Daumen in Richtung Fluss zu deuten. „Ich würde behaupten, ihr habt ihn mit dem Mann direkt ins kalte Nass befördert.“ Dabei lächelte er spitzbübisch und zwinkerte über Raphael‘s Schultern Serenity zu.

„Gibt es keinen zweiten Schlüssel?“

„Doch … den hatte jedoch der Typ, der sich gerade vom Acker … ähhh … ‘tschuldigung … von den Planken gemacht hat.“

Raphael schnaufte genervt und drückte die Schwertspitze etwas intensiver auf die Brust des lächelnden Piraten. „Seid auf der Hut, ich bin nicht zu Späßen aufgelegt.“

„Das habe ich spätestens nach dem ersten verprügelten Soldaten bemerkt. Was Ihr mit den drei Wachen vor dem Schiff getan habt, male ich mir lieber gar nicht erst aus.“ Der Pirat erhob sich von seinem Fass und schob behutsam die Klinge beiseite. „Darf ich mich vorstellen: Dougan ehemals Juan. Freiberuflicher Freibeuter. Kurioser Korsar. Import, Export und logistische Überführung jeglicher Art zu Wasser.“

Raphaels Blick verdüsterte sich, denn er hatte für solche Höflichkeitsfloskeln keine Zeit. „Wie können wir diesen Käfig öffnen?“ Die Spitze seines Schwertes wies erneut bedrohlich nah auf die Brust des Piraten.

„Bitte … zunächst nehmt Eure Klinge von meinem Hemd. Es handelt sich hierbei um feinsten Garn, der mich bei meinem Schneider ein halbes Vermögen gekostet hat!“

„Ich kann Euch gerne einen Kopf kürzer machen, dann haben wir ein hübsches Hemd für Euren Sarg!“

Serenity schaltete sich nun in das Männergespräch ein. „Raphael, senk bitte das Schwert. Wir können auf unserer Reise jede Hilfe gebrauchen.“

„Hört auf Eure wunderschöne Begleitung. Sie hat Recht – ohne Kopf nutze ich Euch wenig.“ Dougan tippte sich auf die Stirn. „… und da liegt jede Menge an Fachwissen verankert. Glaubt mir!“

Raphael knurrte. „Wirklich? Dann verratet uns doch mit Eurer unschätzbaren Bildung, wie wir dieses vermaledeite Teil aufbekommen?“

„Es wäre sehr wichtig. Ihr würdet damit dem Königreich und seinem Volk einen erheblichen Dienst erweisen. Wir zeigen uns auch erkenntlich, wenn Ihr uns helft! Es erwartet Euch eine fürstliche Belohnung.“ Serenity hatte genau den richtigen Nerv getroffen. Beim Thema Entlohnung, vor allen Dingen fürstlicher Art, konnte kein Mann, egal, welcher Herkunft, ablehnen.

„Fürstliche Belohnung? Das hört sich interessant an.“ Der Pirat schritt nachdenklich hin und her. „Was genau könnt Ihr mir denn anbieten?“

Die Prinzessin trat ganz nah an den Freibeuter heran. Sie drückte sanft die Klinge des Engelskriegers nach unten und tuschelte einige Worte in das Ohr des Piraten. Erstaunt blickte Dougan in die smaragdgrünen Augen der schönen Prinzessin.

Er hielt kurz inne, fast so, als ob Serenity den jungen Mann mit ihren Worten verzaubert hätte. Dougan räusperte sich. Ohne auch nur ein Wort zu sagen wandte er sich seiner Katze zu, die dem Treiben an Bord nach wie vor mit skeptischer Miene folgte.

„Ascardia. Das Königreich braucht Dich!“ Er schnappte sich die Katze und hüpfte elegant die Treppen zum Käfig hinunter.

Vor dem eisernen Kerker angekommen, tauschte er sich gedanklich mit Ascardia aus. „Würdest Du bitte so freundlich sein und das Schloss öffnen?“

„Was erhalten wir dafür?“, fragte die Katze.

„Eine fürstliche Belohnung.“

„Das sagen sie alle und ehe wir uns versehen, landen wir hinter diesen Gittern.“

„Nun komm schon … für Dich ist das doch ein Klacks. Ich kaufe Dir am Markt auch frische Birnen. Du weißt schon, die herrlich saftigen mit der hellgrünen Schale, die Du besonders magst.“

Ascardia grübelte. Erst denken, dann handeln! Das war ihr persönliches Motto und hatte Dougan schon des Öfteren vor erheblichen Schwierigkeiten bewahrt. Tatsächlich gehörte sie zur Gattung einer außergewöhnlichen Kreuzung zwischen einem Hund und einem Mondluchs. Das ermöglichte der Katze Fähigkeiten weit über das anschmiegsame Schnurren einer Hauskatze hinaus. Sie war freundlich, intelligent und vergaß nichts. Dougan würde sie bis über den Tod hinaus folgen. Er war ihr Seelenverwandter, denn er hatte sie damals vor dem kalten Grab eines Sees gerettet.

Dem Begriff ‘Meer’ konnte Ascardia hingegen nichts abgewinnen, da sie Wasser oder jeglicher Form von Flüssigkeit, die sich über sie zu ergießen drohte, eher abgeneigt war. Ascardia überwand aufgrund ihrer Liebe zu Dougan die Scheu vor feuchten Beförderungsmitteln, die auf dem Wasser zu Hause waren. Eine wertvolle Eigenschaft machte ihre Art jedoch für Piraten und Diebe zu einer unverzichtbaren Weggefährtin. Sie konnte dank ihrer rasiermesserscharfen Krallen jedes Schloss in kürzester Zeit öffnen. Manch‘ einer nannte Ascardia deshalb den ‘Tatzen-Dietrich’, auch wenn Ascardia, als gepflegte Katzendame, diesen Spitznamen nicht gerne hörte.

„Die grünen … mit dem Siegel des königlichen Hoflieferanten?“

„Genau die!“

„Wie viele?“

„So viele Du möchtest! Wir erhalten doch eine fürstliche Belohnung, da können wir uns mal ganz in Ruhe ausspannen und brauchen für einige Monate keine Schiffsladungen mehr zu befördern.“

„Moment … Königsklasse-Birnen und kein Wasser unter dem Kiel für längere Zeit? Sozusagen ‘Landgang de Luxe’? Einen kurzen Augenblick bitte!“

Ascardia wandte sich dem Schloss zu und wollte bereits mit einer Kralle den Verschluss öffnen, da stutzte sie kurz.

„Was genau ist eigentlich hinter dieser Tür? Ich habe nur mitbekommen, dass die Soldaten der Königin mit dem Insassen ihren Schabernack getrieben haben.“

„Irgendetwas, was für die beiden da hinten scheinbar sehr wichtig ist. So gefährlich kann es nicht sein, ansonsten würden wir es ja nicht öffnen sollen. Nun mach schon! Der grimmige Typ mit der Glatze schlitzt mich sonst noch auf. Sieh Dir mal seinen Dosenöffner an!“ Dougan deutete ansatzweise in Richtung Raphael, der misstrauisch die Diskussion der beiden beobachtete.

„Was hast Du ihm denn versprochen?“, fragte der Engelskrieger die Prinzessin.

„Ich sagte ihm, mein Vater würde ihn mit Gold aufwiegen – zehnfach.“, lächelte Serenity. „Geflüstert habe ich nur deshalb, weil ich ihm sagte, dass Du nur für die Hälfte an Goldmünzen bereit warst, an meiner Seite zu kämpfen.“

„Sehr witzig! Nur um ein Schloss zu öffnen? Diese Bitte hätte ich ihm auch mit Hilfe meiner Klinge eindrucksvoll abringen können. Zumal er anscheinend eine Katze benötigt, um diesem schwierigen Unterfangen Herr zu werden.“

„Du musst einen Mann locken, wie die Biene zur Blume, um den Nektar zu ernten. Sei es mit Besitztümern, Ruhm oder Anerkennung seiner Taten.“

„Oder mit reichlich Gold.“

„Nun ja … beim Blick auf den Kompass gibt es noch andere gute Gründe.“

Die Nadel des Kompasses leuchtete erneut hell und deutete nun nicht mehr auf den Käfig, sondern auf den Piraten, der inzwischen seine Katze überzeugt hatte, das Schloss zu öffnen.

„Meine Güte … das kann und darf ja wohl nicht wahr sein.“ Serenity‘s Blick pendelte ungläubig zwischen Raphael, dem Kompass und einem zweiten Wert, der im hellen Schein zu erkennen war. „Ehre!“

„Es ist offen!“, rief Dougan und riss Serenity und Raphael aus ihrem ungläubigen Staunen. Der Pirat schritt auf den Engelskrieger zu und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter. „Ich weiß … ich bin gut! Sehr gut! Diesen Blick habe ich schon hundertfach gesehen.“ Er zwinkerte grinsend zu Serenity und deutete auf die Tür, die bis dato noch verschlossen war. „Aufmachen dürft Ihr aber selbst. Ich behaupte, Euer Freund mit dem schicken Umhang führt die solidere Klinge.“

„Da habt Ihr wohl recht, werter Dougan.“ Serenity stupste Raphael schmunzelnd in die Seite. „Komm schon, wir haben noch jemanden aus seinem Joch zu befreien.“

Raphael kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Er schüttelte, während er die Prinzessin zum Käfig begleitete, mehrfach den Kopf. Dabei musterte er immer wieder mit entgeistertem Blick den Piraten.

Dougan setzte Ascardia von seinem Arm zurück auf das Fass, fischte eine Birne aus einem Lederbeutel und begann diese zu schälen. „Meine Güte … wir haben doch nur ein Schloss geöffnet … was hat er denn?!“

Serenity und Raphael standen vor der schwer beschlagenen Tür des Käfigs. Der Gardist hob sein mächtiges Schwert und deutete mit dem Kopf auf die Tür, um Serenity anzudeuten, diese zu öffnen.

„Sobald Du geöffnet hast, tritt flugs zur Seite, damit ich schnell reagieren kann.“

„Immer daran denken, es handelt sich um einen unserer Gefährten. Also bitte ausnahmsweise nicht gleich den Kopf abschlagen.“

„Ich fühle mich hier irgendwie nicht ernst genommen. Nun öffne schon die Tür, ich werde schon aufpassen, dass mir die Klinge nicht aus Versehen ausrutscht.“

Serenity griff beherzt zum Griff. Die wuchtige Eisentür schwang mit leichtem Quietschen zur Seite und offenbarte ein dunkles Loch, in das nur langsam das Tageslicht sickerte.

Zunächst war es mucksmäuschenstill. Selbst der ansonsten vorlaute Dougan und seine Gefährtin Ascardia verharrten fast regungslos auf ihrer hölzernen Sitzgelegenheit. Dann vernahm man aus dem Inneren des Käfigs ein sanftes Schnaufen, was dem erleichterten Seufzen eines befreiten Lebewesens gleichkam. Raphael verharrte in aufrechter Kampfpose, um sofort einen enormen Hieb ausführen zu können, sollte jemand angegriffen werden. Es passierte nichts, nur ein tiefes Brummen zeugte von einem winzigen Lebensfunken innerhalb des Stahlkäfigs.

Serenity trat nun direkt vor die Öffnung und versuchte mit zusammengekniffenen Augen etwas zu erkennen.

„Serenity … geh bitte zur Seite … Du weißt nicht, was Dich erwartet!“

„Wir wissen nie, was uns erwartet.“ Sie wandte sich zu Dougan. „Gib mir bitte eine Deiner Birnen.“

„Hey … wir haben nur noch zwei und die benötigen wir für das Mittagessen. Nicht war, Ascardia?“

Ascardia hob erzürnt die linke Augenbraue. „Seit wann bist Du so geizig? Nun gib ihr schon eine Birne.“

Der Pirat kramte grummelnd eine Birne aus der Ledertasche und warf sie der Prinzessin zu. Langsam hob sie ihren Arm und streckte ihre geöffnete Handfläche mit der Birne als Geste des Wohlwollens dem Dunkel des Käfigs entgegen. Kurz davor stoppte sie und wartete. Das Schnaufen hielt inne. Raschelndes Stroh und das Klirren von Ketten unterbrachen die Stille. Langsam schob sich eine lindgrüne Pranke mit schwarzen Fingernägeln, so groß wie Bügeleisen, aus dem Dunkel direkt auf die Hand der Prinzessin zu. Blitzschnell, aber behutsam, wurde die Birne aus der Hand ins Innere des Käfigs befördert, um dort leise schmatzend verspeist zu werden.

„Hallo? Wer bist Du?“, wisperte Serenity vorsichtig. „Du kannst uns vertrauen.“

Das Schmatzen verstummte. Erneut erklang das metallische Rasseln eiserner Fesseln. Wiederum erschien die mächtige Pranke, diesmal mit geschlossener Faust. Kurz vor einer ersten Berührung der beiden Hände öffnete sich die Pranke, offenbarte eine tiefrote Rosenblüte und ließ diese behutsam in die Hand der verblüfften Prinzessin fallen. Dann verschwand die Pranke wieder im Dunkeln des Käfigs. „Huch …“, rief sie mit weit geöffneten Augen und trat einen Schritt zurück.

„Bei den Göttern …“ Raphael staunte erneut – wie so oft an diesem Tag – und senkte zögernd friedvoll sein Schwert.

Die Prinzessin schnupperte mit geschlossenen Augen an der frischen Blüte, die einen herrlichen Duft verströmte. Wie konnte eine solch prächtige Blume die beschwerliche Reise trotz Dunkelheit überleben? Wer war das Wesen, dass ihr diese Rose zum Geschenk gereicht hatte?

Erneut rasselten Ketten und die Prinzessin konnte im dämmrigen Licht des Käfigs eine leichte Bewegung ausmachen. Etwas schob sich langsam in Richtung Ausgang. Serenity und ihren Freunden stockte der Atem, als sie allmählich die Konturen eines Gesichtes ausmachen konnten.